Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes, auch Gestationsdiabetes genannt, ist eine relativ verbreitete Komplikation während der Schwangerschaft. Unbehandelt stellt die Erkrankung sowohl für die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind eine Gefahr dar. Deshalb sollte im Verdachtsfall ein Diabetes im Rahmen der üblichen Vorsorgeuntersuchungen ausgeschlossen oder gegebenenfalls behandelt werden.
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Inhaltsverzeichnis

Wie kommt es zu einem Schwangerschaftsdiabetes?
Diagnose des Schwangerschaftsdiabetes
Behandlung des Diabetes in der Schwangerschaft

Wie kommt es zu einem Schwangerschaftsdiabetes?

Ein Schwangerschaftsdiabetes wird in der Regel durch Hormone verursacht, die in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft vermehrt produziert werden. Dabei erhöhen bestimmte Faktoren das Risiko für das Auftreten eines Gestationsdiabetes. Zu diesen Risikofaktoren gehören unter anderem:

  • Übergewicht
  • Genetische Veranlagung
  • wiederholte Fehlgeburten in der Vergangenheit
  • eine Spätschwangerschaft
  • eigenes Geburtsgewicht bzw. Geburtsgewicht bei vorherigen Schwangerschaften von über 4000 Gramm

In den meisten Fällen bleibt ein Schwangerschaftsdiabetes unentdeckt, daher bewegen sich die Schätzungen zum Auftreten des Krankheitsbildes zwischen 2 und 15 Prozent aller Schwangerschaften. Dabei birgt der Diabetes gerade für das ungeborene Kind erhebliche Risiken. Denn der erhöhte Glukosespiegel im Blut erreicht über die Plazenta, Nabelschnur und das Fruchtwasser auch das Kind. Die Folgen sind eine frühzeitige Gewichts- und Größenzunahme des Kindes, was zu Platzproblemen und Komplikationen bei der Geburt führen kann. Auch andere negative Folgen, wie etwa eine verzögerte Reifung der Lungen, stehen mit dem Schwangerschaftsdiabetes in Verbindung.
Zudem kann auch die werdende Mutter durch den Diabetes beeinträchtigt werden, nicht nur durch die Probleme bei der Geburt. So gehören Bluthochdruck und Entzündungen der Harnwege und des Nierenbeckens zu den typischen Folgen eines Gestationsdiabetes für die Frau.

Diagnose des Schwangerschaftsdiabetes

Da der Schwangerschaftsdiabetes oft keine oder nur unauffällige Symptome verursacht, sprechen sich viele Ärzte für einen routinemäßigen Zuckerbelastungstest ab der 25. Schwangerschaftswoche aus. Dabei werden die Blutwerte nach Einnahme von Glukose überprüft. Zeigt die Untersuchung auffällige Werte, wird der Arzt gegebenenfalls weitere Tests durchführen bzw. eine Behandlung empfehlen.

Behandlung des Diabetes in der Schwangerschaft

In vielen Fällen lässt sich der Schwangerschaftsdiabetes durch eine Ernährungsumstellung behandeln. So kann bei etwa 85 Prozent der betroffenen Frauen eine ausgewogene Ernährung zu einer deutlichen Verbesserung der Blutwerte führen, so dass keine weiteren Maßnahmen notwendig werden. In einigen Fällen ist allerdings auch die Einnahme von Insulin angezeigt. Die gute Nachricht für schwangere Frauen mit einem Gestationsdiabetes ist jedoch, dass die Erkrankung meist nicht chronisch wird, wenn sie erkannt und behandelt wird. Schließlich stellen sich die Hormonwerte und damit die Insulinproduktion und –toleranz nach der Entbindung wieder um. Somit normalisiert sich der Blutzuckerwert in den Monaten nach der Geburt häufig, selbst wenn während der Schwangerschaft die Einnahme von Insulin notwendig war.

Die Behandlungskosten des Diabetes werden größtenteils von allen Krankenkassen übernommen.

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