Doppler-Untersuchung in der Schwangerschaft

Neben der normalen Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft kann eine Doppleruntersuchung Aufschluss beispielsweise über Fehlbildungen des Herz-Kreislauf-Systems des Ungeborenen geben. Da die Doppleruntersuchung jedoch nicht von jedem Frauenarzt durchgeführt werden kann, wird sie in der Regel erst dann in Anspruch genommen, wenn bisherige Vorsorgeuntersuchungen einen Verdacht auf Missbildungen oder Erkrankungen geben.

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Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise der Doppler-Untersuchung in der Schwangerschaft
Wann kommt eine Doppleruntersuchung in der Schwangerschaft infrage?
Welche Gefahren gibt es bei der Doppler-Untersuchung?
Behandlung des Diabetes in der Schwangerschaft

Funktionsweise der Doppler-Untersuchung in der Schwangerschaft

Die >Doppleruntersuchung macht sich den sogenannten akustischen Doppler-Effekt zu Nutzen. Dieser bedingt – vereinfacht gesagt eine Veränderung der Tonhöhe, wenn sich der Abstand zwischen Sender und Empfänger eines Tonsignals verringert oder erhöht. Im Alltag kennt man dieses Phänomen bei einem Martinshorn, das bei Herannahen des Rettungswagens immer höher klingt. Auch in der medizinischen Diagnostik lässt sich dieser Effekt von Nutzen, denn auf diese Weise lassen sich beispielsweise Blutströme im Kind bildlich darstellen. Hier können Mediziner Hinweise auf möglich Fehlbildungen des Herzens oder anderer Organe erhalten, um so gegebenenfalls rechtzeitig eine notwendige Behandlung einzuleiten. Ebenso wichtig ist die Untersuchung der Nabelschnurdurchblutung, um Versorgungsschwierigkeiten auszuschließen.

Wann kommt eine Doppleruntersuchung in der Schwangerschaft infrage?

Eine Doppleruntersuchung ist nicht gleichbedeutend mit der regulären Ultraschalluntersuchung, die meist in verschiedenen Phasen der Schwangerschaft zum Einsatz kommt. Vielmehr wird der Test dann angewendet, wenn Verdacht auf eine mögliche Unterversorgung des Kindes, etwa bei einer Plazentainsuffizienz, oder eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems besteht. In der Regel wird die Doppler-Untersuchung erst ab der 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt, da die Ergebnisse zuvor meist nicht aussagekräftig genug sind, um eine Diagnose zu stellen. Die Untersuchung selbst läuft ähnlich ab wie eine normale Sonographie: Mittels eines Schallkopfs und unter Verwendung eines Gels, das die Schallwellen überträgt, wird der Bauch der Schwangeren in der Seitenlage untersucht. Der Arzt erhält hierbei ein zweidimensionales Bild vom Inneren der Schwangeren und des ungeborenen Kindes und kann dabei gezielt Blutströmungen nachvollziehen.

Welche Gefahren gibt es bei der Doppler-Untersuchung?

Im Prinzip ist die Doppler-Untersuchung nicht gefährlich, allerdings kann es durch die erhöhte Schallintensivität im Vergleich zur Sonographie zu einer verstärkten Wärmebildung kommen. Deshalb wird die Doppler-Sonographie vorsichtshalber nur dann angewendet, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Auch die Übernahme der Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse ist an diese Notwendigkeit gebunden. Das heißt, dass es sich hiebrei nicht um eine Routineuntersuchung handelt, jedoch die Kosten erstattet werden, wenn der behandelnde Arzt nach anderen Untersuchung, wie dem normalen Ultraschall einem Verdacht auf ein Problem auf den Grund gehen möchte.